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THUNDER startet: Ein-Topf-Tandemprozess für die nächste Generation e-Methanol
Das neue Horizon-Europe-Projekt unter Koordination von Eurecat vereint sieben Partner, um CO₂-Abscheidung, Co-Elektrolyse und Methanolsynthese in einem System zu verbinden — ICODOS leitet die Verfahrenstechnik und entwickelt eine CRM-freie Aufreinigungseinheit.

Mannheim, 21. Oktober 2025 — Ein neues europäisches Forschungsprojekt arbeitet an der nächsten Generation der e-Methanol-Produktion: THUNDER („Innovation in e-MeOH Production by One-Pot Tandem Process"), gefördert im Rahmen von Horizon Europe mit rund 4 Millionen Euro (Grant Agreement Nr. 101235287), ist am 1. Oktober 2025 gestartet und läuft über vier Jahre.
Drei Reaktionen, ein System
Unter Koordination der Fundació Eurecat (Spanien) entwickelt THUNDER eine modulare, integrierte Lösung, die drei Schlüsselschritte in einem optimierten System verbindet: die Abscheidung von CO₂ und Wasserdampf, Co-Elektrolyse zur Erzeugung von Kohlenmonoxid und grünem Wasserstoff sowie die Hydrierung zur Synthese von e-Methanol. Den technologischen Kern bilden multifunktionale Membranen zur CO₂-Abscheidung, fortschrittliche Elektrokatalysatoren, thermochemische Katalysatoren für die Methanolsynthese und 3D-gedruckte Reaktoren aus recyceltem Titan.
Gegenüber heutigen Benchmark-Technologien zielt das Projekt auf deutlich niedrigere Kosten und Emissionen — die Technologie wird dabei unter realen und simulierten Rauchgasbedingungen von TRL 3 auf TRL 4 weiterentwickelt, das erzeugte e-Methanol in Brennstoffzellensystemen validiert.
Die Rolle von ICODOS: Aufreinigung und Verfahrenstechnik
ICODOS bringt sich in zwei Bereichen ein. Erstens entwickelt und testet ICODOS eine energiearme Membraneinheit ohne kritische Rohstoffe (CRM-frei) zur Trennung von Methanol und Wasser — mit dem Ziel einer e-Methanol-Reinheit nach IMPCA-AA-Spezifikation (≥99,8 %). Zweitens leitet ICODOS die Verfahrenstechnik des Projekts: technisch-wirtschaftliche Bewertung, Machbarkeit und Prozesssimulation, Benchmarking von THUNDER-e-Methanol gegenüber konventionellen Methanolrouten sowie das Pre-Basic-Engineering des integrierten Anlagenkonzepts.
Das Konsortium
Das Konsortium vereint wissenschaftliche und industrielle Expertise aus ganz Europa: Fundació Eurecat (Koordination), Politecnico di Torino, CNRS, JORCAR, Methanol Reformer, nova-Institut und ICODOS. Das Projekt wird von der Europäischen Union gefördert.
