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Das Potenzial von nachhaltigem Biomethanol erschließen: zweite Dissemination-Veranstaltung von BeBOP in Brüssel
UNI richtet in Brüssel die zweite große Dissemination-Veranstaltung des EU-geförderten Projekts BeBOP aus. Im Fokus steht die Normung als Brücke zwischen Innovation, Industrie und Markt; vorgestellt wird zudem das BeBOP Standardization Toolkit.

19. Oktober 2026, UNI Ente Italiano di Normazione, Brüssel, Belgien
Am Montag, 19. Oktober, richtet UNI (Ente Italiano di Normazione) in Brüssel eine hochrangige Stakeholder-Veranstaltung aus. Ihr Titel: ‘Unlocking the potential of sustainable Biomethanol: Bridging Innovation, Industry and Market Needs through Standardization’.
Die Veranstaltung findet in der Vertretung von ENEA statt und ist die zweite große Dissemination-Veranstaltung des EU-geförderten Projekts BeBOP (Biomass to bio/E-methanol by Breakthrough SOEC-based Process: the BeBOP innovation, Finanzhilfevereinbarung Nr. 101178117).
Während Europa den Übergang zu einer kreislauforientierten Bioökonomie beschleunigt, bringt die Veranstaltung zentrale Akteure aus Industrie, Forschung, Politik und Zertifizierungsstellen zusammen. Gemeinsam beleuchten sie Chancen und Herausforderungen für den Sektor nachhaltiges Biomethanol. Im Mittelpunkt stehen der aktuelle Stand des Markts, neue Herausforderungen und die Aussichten für die Zukunft. Dabei geht es vor allem um die Rolle der Normung, die innovative Technologien und eine breite kommerzielle Nutzung zusammenbringt.
Das BeBOP Standardization Toolkit: eine interaktive Ressource, die es so bisher nicht gab
Ein Höhepunkt des Tages ist die offizielle öffentliche Vorstellung des BeBOP Standardization Toolkit. Die interaktive Ressource macht die Normungslandschaft für die Öffentlichkeit, Stakeholder und Forschende leichter zugänglich.
Das mit Microsoft Power BI entwickelte Toolkit macht komplexe Normungsdaten zu einer intuitiven, nutzerfreundlichen digitalen Ressource. Die erste Version 1.0 umfasst 100 Normungsreferenzen in 12 Themenbereichen, darunter Biogas, Biomethan, erneuerbare Kraftstoffe, Ökobilanz (LCA) und Kreislaufwirtschaft.
Mit erweiterten Such- und Filterfunktionen lässt sich die Normungslandschaft nach Stichwort, technischem Komitee oder Entwicklungsstand durchsuchen. Das Toolkit verlinkt auf offizielle Quellen wie UNI und ISO für den Volltext und bietet Fachleuten aus der Industrie ein praktisches Nachschlagewerk, um anwendbare Normen zu finden und sich im europäischen und globalen Normungsrahmen zurechtzufinden.
Die Teilnehmenden erhalten Einblicke in neue regulatorische Entwicklungen und sich wandelnde Marktanforderungen für nachhaltiges Biomethanol. Zugleich bietet die Veranstaltung eine Plattform für Dialog und Zusammenarbeit, auf der die Teilnehmenden die künftige Entwicklung der europäischen Biomethanol-Wertschöpfungskette mitgestalten können.
Das BeBOP-Projekt in Zahlen
Projektstart: 1. Oktober 2024. Laufzeit: 48 Monate. Gesamtbudget und EU-Beitrag: 11.166.415,71 €. 12 Partner: EUCORE (Koordinator, Italien), Politecnico di Milano (Italien), LUT University (Finnland), VTT (Finnland), ELCOGEN (Estland und Finnland), ICODOS (Deutschland), ECODESIGN company GmbH (Österreich), INERIS (Frankreich), WOOD (Italien), RIC (Polen), UNI Ente Italiano di Normazione (Italien).
Das Konsortium
- EUCORE: Koordinator des BeBOP-Projekts, verantwortlich für Dissemination, Kommunikation und Verwertung.
- Politecnico di Milano: die größte technische Universität Italiens. Das Politecnico di Milano ist wissenschaftlicher Koordinator des Projekts zur Unterstützung von EUCORE und verantwortlich für die experimentelle Erprobung der Elektrolysezelle sowie die Simulation der integrierten Biomasse-zu-Methanol-Anlage.
- LUT University: die finnische Universität, die die digitalen Zwillinge der BeBOP-Technologie modelliert, die verfügbare, mit der BeBOP-Technologie kompatible Biomasse bewertet und den politischen Rahmen für die Nutzung verschiedener Biomassequellen der zweiten Generation analysiert.
- VTT: das unabhängige finnische Forschungsinstitut, das die Pilotanlage beherbergt. Diese wird derzeit geplant und gebaut und integriert Vergaser, Gasreinigung, Festoxid-Elektrolyseur und Methanolsyntheseeinheit.
- ELCOGEN: Die ELCOGEN-Gruppe mit ihrem finnischen (ELCOY) und ihrem estnischen Teil (ELCOGEN) ist verantwortlich für Design und Fertigung neuartiger Festoxidzellen, die in eine neue, für die Großserienfertigung ausgelegte Stack-Plattform integriert werden.
- ICODOS: ein deutsches KMU, verantwortlich für Engineering und Auslegung der Methanolsyntheseeinheit mit 3D-gedrucktem Reaktor zur Integration in die Pilotanlage bei VTT.
- ECODESIGN company GmbH: ein österreichisches Ingenieurbüro, das die BeBOP-Pilotanlage und den Bio/E-Methanol-Produktionsprozess nach den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft bewertet. Zudem erstellt das Unternehmen die Ökobilanz (LCA) für die Pilotanlage und den skalierten Prozess, um die wesentlichen Umweltaspekte und -auswirkungen zu identifizieren und zu quantifizieren.
- INERIS: das französische Nationale Institut für industrielle Umwelt und Risiken, das mit industrieller Risikobewertung und einer Kosten-Nutzen-Analyse des BeBOP-Konzepts zum Projekt beiträgt.
- WOOD: ein weltweit führendes Beratungs- und Ingenieurunternehmen, das das Scale-up von BeBOP, die Pre-FEED-Studie und die Wirtschaftlichkeitsanalyse einer BeBOP-Anlage im kommerziellen Maßstab entwickelt und die Verwertung der Projektergebnisse unterstützt.
- RIC: ein polnisches Forschungs- und Innovationszentrum, das im Projekt Verfahren zur Rückgewinnung wertvoller Elemente und Verbindungen, vor allem Nährstoffe und (Schwer-)Metalle, aus festen Vergasungsrückständen entwickelt.
- UNI: die italienische Normungsorganisation, verantwortlich für die Erfassung bestehender Normen und die Förderung neuer Vornormungsdokumente.
Pressemitteilung (PDF)
Gefördert von der Europäischen Union. Dieses Projekt wird im Rahmen des Forschungs- und Innovationsprogramms Horizont Europa der Europäischen Union unter der Finanzhilfevereinbarung Nr. 101178117 gefördert. Die geäußerten Ansichten und Meinungen sind jedoch ausschließlich die der Autorinnen und Autoren und spiegeln nicht unbedingt die der Europäischen Union oder der Europäischen Exekutivagentur für Gesundheit und Digitales (HaDEA) wider. Weder die Europäische Union noch die Bewilligungsbehörde können dafür verantwortlich gemacht werden.

